Geschichte

Um die Historie zu vervollständigen, benötigen wir eure Hilfe in Form von Bildern, Berichten, Zeitungsausschnitten oder Ähnlichem.

Diese würden wir abfotografieren oder einscannen um sie hier darzustellen. Hierzu würden wir gerne persönlich mit dir in Kontakt treten.mailto:linz@naturfreunde.at

 

 

Alois Rohrauer (1843-1923)

Der Sohn eines Zimmermannes erlernte selbst den Beruf des Sensenschmieds. 1864 verließ Alois Rohrauer seine Heimat, kam 1866 nach Wien, und fand als Feinmechaniker Arbeit in der Simmeringer Waggonfabrik.
Hier schloss er sich der sozialdemokratischen Bewegung und der Gewerkschaft an. Rohrauer wurde bald ein beliebter Versammlungsredner und ein früher Freund des jungen Jusstudenten Karl Renner, der auch sein Wohnungsnachbar war. Gemeinsam gehörten sie 1895 zu den Gründern des Touristenvereins Naturfreunde, dessen erster Obmann Rohrauer bis zu seinem Tod war.

Rohrauerhaus I

Februar 1923

Beschlussfassung zur Errichtung Rohrauerhaus

Juli 1923

Ankauf Grundstück

28. Oktober 1923

Aufruf für freiwillige Helfer zur Schlägerung Bauholz (in OÖ Tagblatt)

April 1924

offizieller Baubeginn

2. August 1925

Eröffnung (nach 40.000 registrierten, unentgeltlichen Arbeitsstunden) mit 2.500 Gästen (mit Sonderzug)

Juli 1929

Verkleidung der Westfassade

29. Dezember 1933

Brand und vollständige Zerstörung des gesamten Hauses (durch technischen Defekt)

12. Februar 1934

Infolge einer Hausdurchsuchung nach Waffen im Hotel Schiff, einem Parteiheim der Sozialdemokraten in Linz, kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Heimwehr bzw. Bundesheer. Diese weiteten sich zu einem zweitägigen Bürgerkrieg aus, den die Regierung als „Februaraufstand“ bezeichnete.

14. Februar 1934

Verbot des Touristenvereins „Die Naturfreunde“ aus politischen Gründen. Das Vermögen der Organisation wird konfisziert, das Haus wird faschistischen Vereinen übertragen.

Juli 1934 bis März 1938

Austrofaschismus

Juli 1935

Das Vermögen der Naturfreunde wird offiziell den Bergfreunden übergeben.

13. März 1938

Anschluss Österreichs an Deutschland

Juli 1938

Auflösung der Bergfreunde und Übertrag des Vermögens an den deutschen Alpenverein.
Die Hütten werden dem Alpenverein, dem deutschen Jugendherbergsverband und der Hitlerjugend übertragen oder privaten zum Kauf angeboten.

Oktober 1938

Projekteinreichung zum Wiederaufbau einer Jugendherberge durch den Reichsverband für deutsche Jugendherbergen.

August 1939

1. Bauverhandlung „Jugendherberge Pyhrgasgatterl“

August 1941

Finanzierungszusage durch NSDAP/Hitler Jugend über 92.200,- Deutsche Reichsmark

Jänner 1943

keine Baufreigabe durch zuständigen Kontingentträger (Reichsschatzmeister der NSDAP München)

Rohrauerhaus II

1945

Reaktivierung der Naturfreunde Landesverbände

15. Jänner 1946

Reaktivierung Touristenverein „Die Naturfreunde – Ortsgruppe Linz“ mit Vollversammlung im Hotel „Schiff“

Februar 1947

erster Holzauszug für geplanten Neuaufbau Rohrauerhaus

1951

Aufbau „Pyhrgasgatterl-Hütte“ als Nebengebäude zu Rohrauerhaus
Schlüssel bei Gendarmerieposten Spital a. Pyhrn

Februar 1951

Ansuchen um ERP (European Recovery Program = Marshallplan) Kredit für geplante Gesamtbausumme S 485.000.-

Juli 1952

Pachtvertrag zur Nutzung der Quelle am Grundstück Nr. 2014/90 des Stiftes Admont (inkl. vorgelagerten Behälter)

1955 - 1957

Start Wiederaufbau Rohrauerhaus inkl. Nebengebäude – Kosten S 900.000,-

14. Juli 1957

Eröffnung
Pächter: Seethaler Erich

Juni 1958

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Soder Max und Anna

1959

Zubau Bereich Küche und Speise

1959

Bau und Inbetriebnahme Trinkwasserbrunnen

November 1959

Lieferung Dieselmotor

November 1960

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Steinmaßl Helmut und Friederike

1963

Zubau Motorraum
Ankauf 15 PS-Dieselaggregat für Lichtanlage

Oktober 1964

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Götz Reinhard und Hirsch Johanna

1966

Errichtung und Inbetriebnahme hauseigener Skilift

August 1967

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Götz Reinhard

Oktober 1976

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Amesbauer Peter

1976

Einbau Dachbodentreppe

1976

Anschaffung 20 PS Dieselaggregat für Wechselstromanlage

August 1976

Umbau elektr. Anlage von Gleich- auf Wechselstrom

1979

Einstellung des Liftbetriebs

Juli 1979

Neubau Brause KG und Damen-WC EG

1980

Austausch Holz- auf Kunststofffenster – Teil 1

1981

Austausch Holz- auf Kunststofffenster – Teil 2

1986

Einbau Warmwasserspeicher 500 Liter

1987

Neugestaltung Waschräume und Anschaffung neues Dieselaggregat

1. Jänner 1993

Brand und vollständige Zerstörung des Nebengebäudes

11. Juni 1994

Eröffnung und Einweihung Nebengebäude als „Wurzer-Hütte“

September 2002

Umbau Herren-WC im EG

Juli 2003

Neueindeckung Blechdach Küchenbereich

Mai - September 2010

Errichtung Kanalisation (Anbindung an Bosruckhütte)

Jänner 2011

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Goldmann Hannes

Juli - August 2014

Neubau Brunnenfassung, Zuleitungen und Nutzwasseranlage

September 2014

Erweiterung Photovoltaik-Anlage auf 1,8 KWp

Jänner 2015

Neuübernahme Hüttenpacht
Pächter: Pal Gabor und Nikoletta

2015

Februar: Umwandlung in Nichtraucherhütte
Mai: Erneuerung Fenster, Sanierung WC-Bereich im Erdgeschoss
August: Verleihung österr. Umweltzeichen
November: Erneuerung Türen Erdgeschoss

2016

April: Abdichtung und Drainagierung Kellerraum, Verfliesung Gang EG
Juni: Erneuerung Hauptdach inkl. Isolierung DG, Einrichtung Multi-Funktionsraum „Warscheneck Stub´n“, Installation Energiemanagementsystem inkl. Fernüberwachung